Vortragsabend im Rahmen des Schulprojektes „Schnecken checken“

20.1.2016, 18:30 Uhr, Vortragssaal des NHM Wien

Die Arbeitsgruppe „Alpine Landschnecken“ des NHMW beschäftigt sich schon länger mit der Biogeographie und phylogenetischen Geschichte der einheimischen Gitterstreifigen Schließmundschnecke (Clausilia dubia). Diese Schnecke weist viele verschiedene morphologische Formen auf, deren Ursprung bislang allerdings unbekannt ist. In einem umfassenden Zuchtprojekt sollten daher die verschiedenen Formen gezüchtet werden, um so zu beobachten ob die Merkmale der Schale – wie zum Beispiel Höhe, Breite, Farbe oder die Rippung – genetisch bedingt sind oder von der Umwelt beeinflusst werden. Wäre letzteres der Fall, so würde man eine Veränderung der Merkmale unter gleichen Haltungsbedingungen erwarten. Der für ein derartiges Projekt enorme Arbeitsaufwand wäre ohne Hilfe von sogenannten Citizen Scientists nicht bewältigbar. So entstand eine enge Kooperation mit dem GRg 13 Wenzgasse in Wien unter der Leitung von Mag. Gabriele Baumgartner. Die SchülerInnen der 2A und 2C-Klassen haben 10 Miniterrarien mit etwa 200 Schnecken versorgt, gepflegt, beobachtet und genauestens protokolliert. Entdeckten die SchülerInnen ein Eigelege, so wurde dieses entnommen und solange feucht aufbewahrt, bis die Jungtiere geschlüpft sind. Bis jetzt waren die Citizen Scientists äußerst erfolgreich und haben zahlreiche Elterntiere zur Eiablage gebracht und unzählige Jungtiere herangezogen. Diese werden nun die Zuchtbasis für weitere Studien darstellen. Die ersten Ergebnisse aus den Aufzeichnungen der SchülerInnen werden in diesem Vortrag erstmals präsentiert. Im Anschluss geben die jungen Citizen Scientists selbst noch einen Einblick in ihr wissenschaftliches Arbeiten und den Erkenntnissen, die sie in dieser Zeit über diese Schließmundschnecke gewonnen haben.

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